Die Maklerprovision sparen

Die Maklerprovision sparen
Nebenkosten sind der Grund, warum es bei den meisten Menschen mit dem Immobilienkauf bei Mehrfamilienhäusern nicht funktioniert.
Die Bank finanziert diese nur sehr ungerne – nur zu bestimmten Voraussetzungen oder das wahrscheinlichste, gar nicht.
Die Politik diskutiert darüber die Grunderwerbssteuer abzuschaffen, was natürlich für Hauskäufer und Investoren eine große Entlastung wäre.
Neben der Grunderwerbssteuer gibt es zwei weitere Nebenkostenpositionen. Die Maklercourtage und die Grundschuld/Notarkosten.
Es ist lästig und jeder fragt sich, warum der so viel für das bisschen Arbeit bekommt. Doch Makler haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Das wird hier aber nicht thematisiert.
Fakt jedoch ist, dass er je nach Bundesland prozentual an dem Verkauf des Hauses/Objektes beteiligt wird. In Brandenburg sind dies bspw. 6.5% zzgl. 19% Mehrwertsteuer. Wir liegen hier also bei 7,14%.
Bei 100.000€ sind das 7.140€ – bei 200.000€ sind es bereits 14.280€ usw.
Wenn man bedenkt, dass die Preise für Mehrfamilienhäuser meist im hohen sechsstelligen Bereich liegen, dann weiß man, dass auch der Makler nur teurer wird.
Es gibt jedoch eine ganz offizielle Methode, die Nebenkostenposition des Maklers im Sinne der Eigenkapitalquote zu „sparen“.
Sie erhöhen bei dieser Methode Ihre Eigenkapitalquote ohne jedoch wirklich Eigenkapital zu besitzen.
Speziell bei Objekten die etwas länger am Markt sind lässt sich dieses Vorgehen gut anwenden.
Denn Makler und Eigentümer sind daran interessiert das Objekt zu veräußern.
Der Trick: die Maklercourtage wird auf den Kaufpreis draufgepackt.
Die Voraussetzung dafür ist ein Deal (Nebenvertrag) zwischen Verkäufer, Makler und Käufer.
  1. Verkäufer muss damit einverstanden sein den Anteil der Maklercourtage auf den Kaufpreis drauf zu legen und diesen Betrag anschließend nach Kaufabwicklung an den Makler zu überweisen
  2. Der Makler muss bereit sein auf die Bezahlung nach notarieller Auszahlungsreife zu warten, denn in der Regel erhält er sein Geld direkt nach dem unterzeichnetem Kaufvertrag beim Notar – konkret bedeutet dies, dass der Makler sein Geld parallel zum Verkäufer bekommt
Wichtig hier: die Bezahlung des Maklers darf nicht im notariellen Kaufvertrag vereinbart sein – es muss also ein Nebenvertrag aufgesetzt werden
Vorteil: Sie haben Ihre Eigenkapitalquote dadurch erhöht
„Nachteil“: Der Kaufpreis wird höher – somit zahlen Sie etwas mehr Grunderwerbssteuer – jedoch können Sie steuerlich auch mehr pro Jahr abschreiben, also nicht wirklich ein Nachteil.
Durch eine kleine Änderung können Sie also die Nebenkostenposition des Maklers komplett reduzieren und als Eigenkapitalquote anrechnen lassen.